Kennwertverfahren RBK, BMK, HIS

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Flächen an Hochschulen sind eine notwendige aber kostenintensive Ressource.

Die Größe und Qualität der für Lehre und Forschung bereitgestellten Flächen, beeinflusst direkt die Lehr- und Forschungsleistungen. Die zur Verfügung stehenden Ressourcen an Hochschulen sind begrenzt. Daher ergibt sich für die Hochschulen die Notwendigkeit, hochschulinterne Prozesse zur Steuerung der Fläche zu integrieren.

Ziel und Zweck des Kennwertverfahrens

Das Kennwertverfahren zur Flächenbedarfsermittlung der nordrhein-westfälischen Hochschulen ermöglicht es, die Größenordnung der Nutzfläche 1-6 zu bestimmen, die die fachlichen Einrichtungen – gegliedert nach Lehr- und Forschungsbereichen – für Forschung, Lehre und Weiterbil-dung sowie die zentralen Hochschulbibliotheken und zentralen Hochschulverwaltungen benötigen. Es setzt auf der Planungsebene Land/Hochschule an und stellt allen an der baulichen Hochschulentwicklung Beteiligten einen auf transparenter Grundlage ermittelten Flächenrahmen zur Verfügung. Das Kennwertverfahren liegt für die Universitäten und für die Fachhochschulen vor.

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF) hat die HIS GmbH beauftragt, zunächst ein Instrument zur Flächenbedarfsermittlung für die fachlichen Einrichtungen der Universitäten (2005) und später auch der Fachhochschulen (2008) zu entwickeln. Anlass war die Initiative des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB NRW), sich einen detaillierten Überblick über die Liegenschaften der Hochschulen zu verschaffen und die Leitlinien für ihre künftige bauliche Entwicklung festzulegen. Ergänzend hat HIS im nächsten Schritt ein Verfahren zur Flächenbedarfsermittlung der zentralen Hochschulbibliotheken und zentralen Hochschulverwaltungen (2012) in die bestehenden Verfahren implementiert. Das MIWF hat drei Anforderungen formuliert:

  • Für alle Hochschulstandorte muss die Vergleichbarkeit der Bedarfsermittlungen für die fachlichen und zentralen Einrichtungen sichergestellt sein.
  • Hochschulspezifische Belange sollen berücksichtigt werden. Dazu gehören insbesondere die Anforderungen, die sich aus den Lehr- und Forschungsprofilen sowie aus der Personalausstattung ergeben.
  • Die Bedarfsermittlung soll auf wenigen Ausgangsgrößen basieren und leicht anwendbar sein.

Die Verfahrensentwicklung erfolgte in enger Absprache mit den Hochschulen. Die erste Version wurde im Mai 2006 vorgelegt und den Universitäten zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Zwischenzeitlich wurden einige Verbesserungen und Ergänzungen vorgenommen sowie zwei Bemessungsformulare für die zentrale Hochschulbibliothek und die zentrale Hochschulverwaltung ergänzt. Der hier dokumentierte Stand datiert auf dem 01. Februar 2012. Zusätzlich wurde eine Gesamtflächenübersicht für die fachlichen und zentralen Einrichtungen, welche keinen Blattschutz aufweist, als letzte Seite der Arbeitsmappe hinzugefügt. Diese Seite steht den Hochschulen für die interne Nutzung der Daten zur Verfügung. Sie dient nicht als Planungsgrundlage zwischen Ministerien und Hochschulen.

Das Kennwertverfahren wird den genannten Anforderungen gerecht. Gleichzeitig korrespondieren seine Ergebnisse mit den jahrzehntelangen Erfahrungen, die HIS auf dem Gebiet der bauli-chen Hochschulentwicklung gesammelt hat. Insofern erhalten die nordrhein-westfälischen Hochschulen und zuständigen Ministerien eine ebenso praktikable wie belastbare Verhandlungsgrundlage.